Weihnachtsgeld | Gehaltserhöhung für Beschäftigte von EU-Institutionen | Bundesbedoldung

Weihnachtsgeld | Gehaltserhöhung für Beschäftigte von EU-Institutionen | Bundesbedoldung
► Nach einem Zeitungsbericht bekommt die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland Weihnachtsgeld, von den Tarifbeschäftigten bekommen 77 Prozent diese Sonderzahlung. Der tariflich vereinbarte Betrag liegt zwischen 250 Euro für Beschäftigte in der Landwirtschaft und 4039 Euro für Beschäftigt in der chemischen Industrie. Im öffentlichen Dienst der Kommunen beträgt die Jahressonderzahlung zwischen 52 und 85 Prozent des Monatsentgeltes.
► Die Rechtsanwaltskanzlei Taylor Wessing hat die Grundgehälter für Associates und Senior Associates rückwirkend zum 1. Oktober dieses Jahres um 10.000 Euro angehoben. Im ersten und zweiten Berufsjahr liegt das Gehalt jetzt bei 120.000 Euro, im dritten sind es 130.000 Euro. Das Jahresgehalt für Senior Associates in ihrem vierten und fünften Jahr bei Taylor Wessing steigt auf 140.000 bzw. 145.000 Euro. Die Kanzlei zahlt darüber hinaus bis zu 75.000 Euro Bonus. Zu 2025 steigen auch bei der Anwaltskanzlei Mayer Brown die Einstiegsgehälter. Im Mittel liege die Erhöhung bei 30.000 Euro teilte die Kanzlei mit. Associates im ersten Jahr können damit zukünftig bis zu 155.000 Euro verdienen.
► Die Bundeswehr hat einen erheblichen Beförderungsstau, berichtet ein online-Magazin. 900 Offizierinnen und Offiziere können im nächsten Jahr nicht befördert werden, weil die Finanzierung bislang nicht gesichert werden konnte.
► Nach einem Zeitungsbericht bekamen die rund 40.000 Beschäftigten der EU-Institutionen in diesem Jahr bereits rückwirkend ab Januar drei Prozent mehr Gehalt. Da die Gehälter an die Inflationsentwicklung gekoppelt sind, schätzt die EU-Kommission wird die verbleibende Aktualisierungsrate für 2024 auf 4,1 %, was zu einer Gesamtsteigerung von 7,2 % führt.
► Die Abgeordneten des kürzlich neu gewählten Brandenburger Landtags erhalten ab Januar 2025 erhöhte Diätenerhöhung. Im Januar steigen ihre Bezüge von 9.293 Euro auf 9.800 Euro zzgl. 2.184 Euro für die Altersversorgung (bisher 2.067 Euro).
Die automatische Diätenerhöhung folgt nach der gesetzlichen Regelung der Einkommensentwicklung im Land.
► Das Bundeskabinett hat Anfang November den Entwurf eines Gesetzes zur Sicherstellung einer amtsangemessenen Bundesbesoldung und -versorgung beschlossen, welche für Bundesbeamtinnen und -beamte Nachzahlungen auf die bislang gewährte Besoldung rückwirkend bis zum Jahr 2021, bei entsprechender Besoldungsrüge rückwirkend bis 2017 vorsieht. Nach einem Zeitungsbericht können Widerspruchsführer auf eine Nachzahlung von bis zu 88.000 Euro hoffen, wenn der Entwurf unverändert in Kraft treten sollte.
► In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst für Bund und Kommunen hat der dbb eine Entgelterhöhung von 8 Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich gefordert, um dem Nachwuchsmangel entgegen zu treten. Eine weitere Forderung richtet sich auf drei zusätzliche freie Tage sowie einen weiteren freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder.
Dr. Stefan Schifferdecker