Besoldungsstreiflichter – ohne Kommentar Juli 2026

Tarifabschluss öffentlicher Dienst | Besoldungsübertragung | Gewerkschaftsbonus | Tarifverhandlungen 

→ Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst im Februar 2026 auf einen neuen Abschluss geeinigt. Vorgesehen sind ab 1. April 2026 2,8 % Erhöhung, mindestens jedoch um 100 Euro monatlich, ab 1. März 2027 weitere 2,0 %, ab 1. Januar 2028 weitere 1,0 %, insgesamt also eine Erhöhung um 5,8 % bei einer Laufzeit von 27 Monaten. Die Gewerkschaften waren mit einer Forderung von 7 % innerhalb von zwölf Monaten in die Gespräche gegangen. Finanzsenator Evers (CDU) hat das Ergebnis als „schmerzhaften, aber insgesamt vertretbaren Kompromiss“ bezeichnet.

→ Das Land Baden-Württemberg wird das Tarifergebnis des TVL auf die Besoldung und Versorgung übertragen, will aber zugleich das bei Prüfung des Mindestabstands angerechnete Partnereinkommens von bisher 6000 Euro auf künftig 7.236 Euro erhöhen.

→ Die Gewerkschaften IG BAU und IGBCE haben bei Tarifverhandlungen mit einem Bauchemiehersteller neben einer Entgelterhöhung um 3 % und einer Einmalzahlung von 1000 Euro einen zusätzlichen Gewerkschaftsbonus ausgehandelt. Vollzeitbeschäftigte Gewerkschaftsmitglieder bekommen 200 Euro brutto, Auszubildende 50 Euro brutto zusätzlich.

→ Bei Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn haben die Gewerkschaften eine Erhöhung des Entgeltvolumens um rund 8 % erreicht. Zum 1. August 2026 gibt es 2,5 % Erhöhung, ab 1. August 2027 weitere 2,5 % und bereits jetzt Einmalzahlungen.

→ Der Tarifabschluss bei der Sparda Bank sieht 7 % mehr
Gehalt in zwei Stufen (4 und 3 % im April 2026 und April 2027)
sowie eine Einmalzahlung von 1000 Euro netto pro Kopf
unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit vor.

→ Bei der Telekom wird nach Warnstreiks ein zusätzliches Monatsentgelt für Vollzeitkräfte zum 1. August 2026 auf 340 Euro erhöht. Zum 1. Juli kommenden Jahres wird es eine weitere Erhöhung um 140 Euro geben. Für die rund 60.000 Tarifbeschäftigten des Unternehmens wird es im Jahr 2028 eine Steigerung der Tabellenentgelte in Höhe von 2,4 % geben.

→ Beschäftigte in Hotels und Gastronomie erhalten in Niedersachsen ab Mai 2026 3,0 % höheren Lohn, im Mai 2027 kommen dann weitere 2,9 % hinzu.

Dr. Stefan Schifferdecker